Tanztheater

Eine Tradition entsteht

Seit 1996 gibt es an der Viktoriaschule einen besonderen Unterrichtsschwerpunkt im Bereich des Faches Sport: Unter der Leitung von Irene Schmidtmer (Lehrerin für Sport/Politik und Wirtschaft und der Zusatzausbildung Theaterpädagogik) sind zahlreiche Stücke entstanden und zur Aufführung gekommen. Nach der Pensionierung von Frau Schmidtmer haben Sophie Scherfel und Nicol Müller die Fortführung des Viko-Tanztheaters übernommen.

Von großer pädagogischer Bedeutung ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Elemente der Choreografie weitgehend selbst erarbeiten. Die Leiterinnen sehen ihre Aufgabe darin, diese Elemente schließlich in einer choreographischen Gestaltung zusammenzuführen. Dieser Arbeitsprozess lässt erkennen, dass wechselseitige Wertschätzung und das Vertrauen auf die kreativen Befähigungen aller sowie der Wille, mit anderen zusammen zum Ergebnis beigetragen zu haben, ein Grundzug der Schulkultur ist. 

2017 I Heute ist morgen gestern

„Viele Menschen schauen zu oft in den Rückspiegel und zu wenig durch die Frontscheibe des Lebens. Lass los, was gestern war. Blicke nach vorn in die Zukunft. Oft sehen wir das Glück nicht, obwohl es direkt vor uns liegt, weil unsere Gedanken viel mehr um vergangene Probleme kreisen und unseren Blick für das Schöne blenden.

Wie ist unser Zukunft bestimmt?  - Wissen tut`s keiner, doch deine Zukunft liegt allein in deiner Hand.“ Text: Jul Elteste

2016 I SNOOZE - nur noch 5 Minuten

2015 | Fließend Formlos Frei

Der Sportkurs der Viktoriaschule Darmstadt heißt Sie herzlich Willkommen zum Tanztheater des Jahres 2015! Wir möchten Ihnen zum besseren Verständnis des Stückes unsere Vorgehensweise des Unterrichts und somit unserer Gedankengänge, welche zum diesem Stück führten, erläutern: Zu Beginn dieses Schuljahres erfuhren wir, dass wir in dem Sportkurs sein werden, der ein Tanztheater erarbeiten und vorführen wird. Viele von uns hatten schon vorher Erfahrung im Tanz- oder Schauspielbereich, sodass wir uns freuten, Teil dieser Gruppe zu sein.

Schon in der ersten Sportstunde teilten Frau Scherfel und Frau Müller, unsere beiden Lehrerinnen, uns mit, dass „Wasser“ unser Leitthema sein wird. In der nachfolgenden Stunden haben wir uns mithilfe von Materialien, Gedichten, Sprüchen und Liedern mit diesem Thema beschäftigt. Anfangs waren wir noch skeptisch, wie man daraus ein Tanztheater basteln könnte, doch mit der Zeit sahen wir, wie leicht und schnell wir selbst mit Denkanstößen aus dem Unterricht Ideen und später Figuren und Tänze entwickeln konnten. Wir sahen, wie unser Verhalten im Unterricht sich veränderte.

Als wir mit der Hauptchoreographie begannen, konnten wir den einen Teil eines Tanztheaters erforschen. Es hat allen viel Spaß gemacht, zu üben und die Bewegungen mit dem eigenen Körper auszuführen. Das Leitthema „Wasser“ fanden wir dabei immer im Unterricht wieder, doch nicht mehr als Materialien, Gedichte, Sprüche oder Lieder, sondern als Bewegungen, Gedanken oder ganze Szenen.

Natürlich hatte jeder eine eigene Definition und einen eigenen Bezug zu Wasser, doch wir könnten gemeinsam dieses Tanztheater erschaffen. Sie werden darin viele typische Darstellungen und Bezüge zu Wasser erkennen, jedoch auch besondere, individuelle Teile während des Stücks wurden mithilfe von unseren Überlegungen zum Thema Wasser entwickelt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem Stück „fließend formlos frei“ und hoffen, dass es auch Ihnen neue Gedanken zu Wasser liefert.

Wir danken unseren beiden Lehrerinnen, die uns geholfen haben, dieses Tanztheater für Sie und uns zu schaffen. Die Mitwirkenden: Jasmin, Jan, Ina, Leonie, Maike, Lisa, Carmen, Elena, Ezgi, Ines, Laura, Sophia, Salomé, Nina, Leonie, Lara, Kim, Isabell, Daniela, Frau Müller und Frau Scherfel

2014 | Ein Körper – tausend Klänge

Unsere Gefühle können durch etwas Simples wie unseren Gang ermittelt werden. Läuft man in einem langsamen Tempo und guckt traurig oder gelangweilt, haben die Menschen um uns herum den Eindruck wir seien traurig. Springen wir im Hopserlauf mit einem Lächeln im Gesicht durch den Raum, haben sie jedoch den Eindruck wir seien glücklich.

Im letzten Jahr setzten wir uns mit dem Thema Klangkörper auseinander und wie Bewegung und Klang miteinander harmonieren. Bewegung erzeugt Klang und der Klang erzeugt wiederum Bewegung. Es ist ein ewiger Kreislauf, der durch Raum, Zeit und Energie beeinflusst wird. Durch unsere Bewegungen und Klänge, die wir erzeugen, können wir unsere Emotionen zum Ausdruck bringen und Menschen somit mit unserem Körper eine Nachricht vermitteln. Diese Erkenntnis brachte uns dazu, uns selbst neu zu entdecken und selbstbewusster zu werden. Auch lernten wir, wie unsere Körpersprache – sprich Gestik und Mimik – auf andere wirkt. Läuft man aufrecht und entschlossen durch einen Raum kommt man viel selbstbewusster und stärker rüber, als wenn man langsam und mit wenig Körperspannung läuft. In den vergangen Monaten entdeckten wir viele neue Klänge und Arten Klänge zu erzeugen. Wir setzten dafür nicht nur unsere Stimme ein, sondern unseren ganzen Körper und auch alltägliche Gegenstände, wie Papier oder Plastikflaschen. Dies zeigte uns, dass wir jeden Tag von Klängen umgeben sind, die durch uns und unsere Bewegungen und Handlungen oft auch ungewollt erzeugt werden. Text: S. Mori

2013 | HeimCare

Der Aufgabe ästhetische, rhythmisierbare Bewegungen zu improvisieren ohne über umfassende Tanzerfahrung zu verfügen, stellten sich 20 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 12, indem sie den Sportkurs der Viktoriaschule mit dem Schwerpunkt Tanztheater wählten. Die Verwendung von Improvisation als kreative Arbeitsmethode fordert Offenheit und Mut, ungewöhnliche Weg zu beschreiten, stellt aber auch die ungewöhnliche Chance dar, Gedanken im Rahmen individueller Möglichkeiten Ausdruck zu verleihen. Emotionen und zunächst versteckte biographische Details können körperlich dargestellt werden.

Im Zeitraum von etwa 10 Monaten erwarben sich die Kursteilnehmer grundlegende theatrale Spielfähigkeit und tänzerische Techniken, leiteten sich gegenseitig beim Ideensuchen und nährten sich dem Arbeitsthema Zuhause sein/ Heimat an. Zunächst erhielt der Kurs sehr konkrete Aufgaben, wie „Bringt in der nächsten Stunde ein Stück Heimat mit.“ Später wurden die Impulse abstrakter: „Entwickelt zu einer häuslichen Tätigkeit eine stilisierte Bewegungsschleife.“ So gestalteten sich Bewegungssequenzen unter Einbindung verschiedenster Kompositionsmittel.

Unter der Anleitung eines Lehrerteams sowie mit der Unterstützung der externen Expertin Frau Schmidtmer inszeniert der Kurs, was Heimat bedeuten kann, wie unterschiedlich sie empfunden wird, beleuchtet aber auch, wie das Fehlen eines Ortes der Verwurzelung heißen kann.

2012 | Hör nur! Ich seh`, da riecht was!

Sinne hat der Mensch viele, das erlebt man selbst jeden Tag aufs Neue. Und manchmal werden die einzelnen Sinne auf eine Weise angesprochen, dass man sich wünscht, die verbliebenen Sinne eine Weile auszuschalten, um einen Sinn bewusst zu erleben. So bewegt sich das Tanztheaterstück der Viktoriaschule von feinem Sinnbewusstsein über unterbewusstem Erfahren von Sinnen bis zu einem Sinnverlust. Dieser Unsinn muss allerdings nicht zwangsläufig negativ gewertet werden, sondern kann zu einem neuen Sinnbewusstsein führen.

2011 | an unusual way…

Tänzerische und rhythmisierbare Bewegungen zu improvisieren ist sicher für Menschen ohne Tanzerfahrung eine große Herausforderung und gleichzeitig eine Quelle von Kreativität. Jedoch erfordert Improvisation als Arbeitsweise Offenheit und Mut, ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Dieser Aufgabe stellten sich 19 junge Frauen der Jahrgangstufe 12.

Unter der Anleitung von Frau Trautmann und Frau Müller sowie mit der Unterstützung der erfahrenen Frau Schmidtmer arbeiteten die Kursteilnehmerinnen zum Thema der Verfremdung. Sie spürten auf, wie sich Sprache und Töne, Gestik und Mimik sowie Requisiten auf unterschiedlichste Weisen verwenden und in Bewegung einbetten lassen. Ihre Gedanken zum Unterschiedlichsein, sich Verkleiden und zu Verwandlungen wurden durch stilisierte Bewegungen so auf der Bühne versprachlicht.

2011 | Unter der Haut – knöcheltief bis hin zum Mariannengraben

Was steckt eigentlich hinter der Person, die Tag für Tag den Schulalltag für ihre Klassen und Fächer organisiert? Welche Persönlichkeitsmerkmale bleiben hier für die Außenwelt unter der Haut verborgen? Dieser Fragestellung widmeten sich 16 Lehrkräfte unter der Leitung von Irene Schmidtmer.

2010 | Hochgradig verwirrt!

Unter der Leitung von Irene Schmidtmer, Wiebke Droege (Tänzerin/Choreografin) und Sophie Trautmann erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler eine tänzerische Collage, die sich an dem aus der Psychoanalyse stammenden Zustand ‚hochgradig verwirrt’ orientierte. Hierfür wurde eine Diagonale aus breiten Gummibändern über die gesamte Bühne des Mollerhauses gespannt, die sowohl eine bewusste Unterteilung in Vorder- und Hintergrund darstellte als auch selbst zur Entstehung von statischen als auch dynamischen Bildern diente. So entstand immer wieder ein kurzfristiges Chaos, das aufgrund der Elastizität der Gummischnüre wieder in seine ursprüngliche Struktur gelangte. Neben Tanz und Gesang wurde auch Sprache in verwirrenden Dialogen verwendet.

2009 | Macbeth - The Crucial Moment

Es ist nicht das erste Mal, dass Irene Schmidtmer sich weltbekannte Dramen vornimmt und diese tanztheatralisch bearbeitet. Es reizt sie, auch ganz großen Namen gegenüber die nötige Respektlosigkeit und den erforderlichen Mut aufzubringen um ihnen die Sprache der Worte zu nehmen und sie ins Medium des Tanzes, der Sprache der Körpers, zu übersetzen. Vor ein paar Jahren gelang ihr das mit Goethes Faust im Atrium der Viko in hinreißender Weise, dieses Mal fiel ihre Wahl auf Shakespeares Macbeth.

2008 | Lämpel lebt

Nachdenkliches, Kritisches und Skurriles aus dem Lehreralltag - präsentiert von 9 Viko-Lehrerinnen als Tanztheaterstück. 'Lämpel lebt', heißt - in Anlehnung an Wilhelm Buschs berühmte Figur aus ‚Max und Moritz'  - der Titel des Tanztheaterstücks, das Irene Schmidtmer dieses Jahr mit ihrer Lerngruppe entwickelt hat.

2007 | Ortsverweise

In Zusammenarbeit mit „Frankfurt Tanzplan 21“ („Profis arbeiten in der Schule“) erarbeitet ein Kurs Jgst.12 betreut von Irene Schmidtmer unter der Leitung von Wiebke Droege (Tänzerin/Choreografin) eine Tanzperformance über innere und äußere, reale und fiktive Räume und Orte. Im Anschluß an diese Arbeit haben drei Teilnehmer des Kurses ein eigenes Tanzstück entwickelt und beim bundesweit ausgeschriebenen „unart“-Wettbewerb eingereicht. Sie erreichten mit „Mein Colorado. Dein Colorado“ das Finale des Wettbewerbes und konnten ihr Stück Anfang 2008 in Berlin, Hamburg und Frankfurt zeigen.

2006 | Wie man's dreht und wendet

Das neunzehnte Jahrhundert als historische Revue
Biedermeieridylle, Romantik, politische Zensur, Revolution und Industrialisierung - entwickelt als Kooperationsprojekt zwischen Sportkurs Jgst.12 (I.Schmidtmer) und einem Geschichts-Grundkurs (P.Schäfer) unter Mitarbeit von CH.Troeger (Klangtheater)

2005 | Tempus fugit

21 Mitglieder hat der Sportkurs des Jahrgangs 12. Dem abstrakten Thema entsprechend sind alle weiß und neutral gekleidet und versuchen, in Bewegungsbilder umzusetzen, was die Zeit in ihrem Leben bedeutet, wie sie mit ihr oder gegen sie agieren. Viele weitere Details zu der Aufführung finden Sie in der Dezemberausgabe 2005 von Vikoaktuell.

2004 | Faust im Hof

Choreographisches Theater sehr frei nach J.W.Goethe
Sportkurs Jgst 12 - Teilnahme als Mitglied der hessischen Delegation am 5. Festival Lycéens d'Aquitaine in Frankreich im Mai 2004; vor begeistertem Publikum im Rahmen der 175-Jahr-Feier der Viktoriaschule mehrfach aufgeführt im Atrium der Schule.

2003 | Nur wer die SehnSucht kennt

Sehnsucht begleitet unser Leben, und große und kleine oft heimliche Süchte bestimmen unseren Alltag.
Sportkurs Jgst.12, u.a. zu sehen auf der Werkstadtbühne im Staatstheater Darmstadt und im Mollerhaus Darmstadt.

2001 | Sofas Welt

Generationenkonflikte rund um das Sofa als Symbol häuslicher Idylle
Sportkurs Jgst.12 - u.a. mit einem Gastspiel in Frankfurt

2000 | Flirt mit dem Desaster

Das Thema Jahrtausendwende steht im Zentrum.
Sportkurs Jgst.12 - ausgezeichnet mit einem Förderpreis während der hessischen Schultheatertage 2000 in Höchst /Odenwald; außerdem ausgezeichnet als bestes Schultheaterstück Hessens; dadurch als Beitrag des Landes Hessens präsentiert auf den Schultheatertagen 2000 in Magdeburg und dort von Kritik und Publikum gleichermaßen gefeiert.

1999 | Nimm doch einfach mich!

Ein ironisch-witziges Stück zum Thema Beziehungen.
Sportkurs Jgst.12 - erstmals mit 4 Jungs

1998 | Judith

Tanztheaterstück angeregt durch B.Brechts "Furcht und Elend des dritten Reichs"
Sportkurs Jgst.12 - konzipiert und aufgeführt anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Altbau Viktoriaschule" im Rahmen der Einweihung der Herta-Mansbacher-Gedenk-Bibliothek.

1997 | Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

Bewegungstheater zum Spannungsfeld zwischen Individualität und Gruppenzwang
Wahlpflichtbereich Jahrgangsstufe 9/10 - ausgezeichnet mit einem Förderpreis während der hessischen Schultheatertage 1997 in Seligenstadt.

Aktuelle Termine

Listenansicht Monatsansicht
Mi 22.05.2019 - Do 23.05.2019
SCHULFREI (aufgrund des mündlichen Abiturs)

Mi 22.05.2019 - Di 28.05.2019
Besuch von Austauschschule Bourg-la-Reine

Mi 22.05.2019 - Mi 29.05.2019
mündliches Abitur

Fr 31.05.2019
unterrichtsfrei

Mo 10.06.2019
Pfingstmontag (unterrichtsfrei)

Weitere Termine