Jugend debattiert

„Jugend debattiert“ ist ein Projekt mehrerer deutscher Stiftungen und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten in Kooperation mit den Kultusministerien der Länder. Im Mittelpunkt des Projektes steht ein Debattenwettbewerb für Jugendliche ab der 8. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler werden im Unterricht mit einem gemeinsamen Training vorbereitet und haben dann Gelegenheit, sich mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen zu messen, zunächst in ihrer Stadt, dann in der Region und schließlich im Bundesland oder sogar bundesweit.

Die Viktoriaschule beteiligt sich an diesem Projekt seit dem Schuljahr 2011/2012.

„Jugend debattiert“ - Meine Erfahrungen

von Henrik Schirmer, Hessensieger bei „Jugend debattiert“ 2013 und Teilnehmer am Bundeswettbewerb 2013 in Berlin

Als der Wettbewerb „Jugend debattiert“ im Deutschunterricht meiner Klasse vorgestellt wurde, sah ich das Ganze mit gemischten Gefühlen an. Einerseits empfand ich es als spannend, sich über wichtige Streitfragen mit anderen auszutauschen, auf der anderen Seite nahm ich diese Regeln zu Beginn eher als störend wahr.

Der Unterricht gestaltete sich vor allem aus dem Lernen von Grundlagen: Die Eröffnungsrede kommt als Erstes, die freie Aussprache dauert zwölf Minuten und die Schlussrede dient dazu, die Debatte Revue passieren zu lassen und so weiter. Wir wurden recht langsam an das Thema herangeführt, es gab z.B. auch Übungen, bei denen wir einfach zwei Minuten über einen Gegenstand reden sollten, um die Zeit besser einschätzen zu können. Außer dem Klingeln der Glocke zwischen den Phasen und jeweils 15 Sekunden davor muss der Redner bei Jugend debattiert nämlich ganz ohne Uhr auskommen.

Die Streitfragen waren im Unterricht zwar nicht extrem politisch, aber sie dienten zur Verinnerlichung dieser Abläufe. Der Wettbewerb ist sehr einfach in verschiedene Stufen eingeteilt. Die erste Stufe ist die Debatte in der Klasse, danach vor einem Teil der Schulgemeinschaft, anschließend kommt der Regionalwettbewerb und so weiter.

Man könnte meinen, nach so viel Routine, nach so vielen Debatten auf verschiedenen Stufen wäre man die Nervosität los, aber das wäre gelogen. Tatsächlich war ich jedes Mal aufs Neue nervös, denn jede Debatte ist auch einzigartig. Je mehr ich dann aber debattieren lernte, desto weniger machten mir die Vorschriften etwas aus, im Gegenteil: Erst durch Regeln ist es möglich, eine ruhige, objektive Debatte führen zu können, viel zu schnell würde die Debatte sonst chaotisch werden.

Die Art, wie debattiert wurde, verändert sich aber von Stufe zu Stufe. Zuerst geht es mehr darum, seine Position rhetorisch gut zu vertreten, später wird aber z.B. auch auf der Metaebene debattiert. Positiv sind mir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefallen, denn die Debatten waren stets sehr fair.

Ob ich wieder teilnehmen würde? Vielleicht, aber ganz sicher bin ich mir nicht, nicht zuletzt bedeutet eine Debatte vor allem auch Arbeit und Zeitaufwand. Das war es aber trotzdem wert. 

Regionalwettbewerb "Jugend debattiert" 2014

In der vergangenen Woche kürte die Jury des Regionalwettbewerbs Lea Kablitz, Klasse 9d, aufgrund ihrer Fähigkeiten, ein Streitgespräch führen zu können, zur Siegerin der Mittelstufe. Ende März wird sie deswegen am Landeswettbewerb Hessen Süd teilnehmen, der in Babenhausen stattfinden wird.

Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler drücken ihr ganz fest die Daumen, damit sie gut abschneidet!

Die Vorbereitung auf den Wettbewerb findet in der 9. Jahrgangsstufe im Fach Deutsch statt. Frau Christina Troeger, Frau Alexandra von Canstein-Drewski (Schulkoordinatorin), Herr Eduard Kraft und Herr Helmut Müller bereiteten die Schüler auf das "Debattieren-Können" vor. Herr Hans-Peter Fritz übernimmt diese Aufgabe für die teilnehmenden Jugendlichen, die die Oberstufe besuchen.  

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