Das Fach Bildende Kunst stellt sich vor - I

„Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele."

(Pablo Picasso)

Schon seit langem konnte das Fach Kunst an der Viktorischule mit ihrem musischen Schwerpunkt sich einer bevorzugten Stellung erfreuen.

Die Fachschaft besteht zurzeit aus vier Mitgliedern, die über ebenso viele Kunstsäle verfügen, die ihnen zugewiesen sind. Diese Umstände verdeutlichen die Bedeutung des Faches ebenso wie der rege Zuspruch, den der in jedem Schuljahr garantierte Leistungskurs in der Q-Phase bei den Schülern und Schülerinnen findet. Mit Genugtuung wird registriert, dass viele Abiturientinnen und Abiturienten der Viko, die den Leistungskurs gewählt haben, gerade wieder Aufnahme an Kunstakademien gefunden oder ein Studium der Architektur oder des Designs aufgenommen haben.
 

„Bildung ist das, was übrigbleibt, wenn der letzte Dollar weg ist."

(Mark Twain)

Das hessische Kultusministerium hat in seinem Kerncurriculum von 2011 die bisherigen Lehrpläne ersetzt. Jedes einzelne Schulfach ist aufgefordert, vor allen fachspezifischen Anforderungen sich der Bildung der Schülerinnen und Schüler in den vier übergeordneten Feldern Persönlichkeit, Sozialfähigkeiten, Lernkompetenz und Sprache anzunehmen. 

Kunstpädagogik verfolgt schon seit langem einen ganzheitlichen Bildungsansatzes, da sie auch die nichtkognitive Seite des Menschen und seine Wahrnehmungs- und Gestaltungfähigkeiten im Blick hat. Ziel des Kunstunterrichts ist die systematische Ausbildung der Wahrnehmungsmöglichkeiten des Menschen, seines Wahrnehmungsgenusses und der Wahrnehmungskritik.

Die wachsende Bedeutung des Bildes und virtueller Welten durch die neuen Medien hat zu grösserem Interesse, aber auch einer Schwerpunktverlagerung in der Kunstpädagogik geführt.

Die Auseinandersetzung mit dem Phänomenbereich der Neuen Medien und die Aneignung von Kritik- und Gestaltungsfähigkeiten im Bereich Web 2.0 muss sich auch unter einem fachübergreifenden Horizont verstehen. Die Dokumentation in der rechten Spalte verdeutlicht diesen Ansatz. 

„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."

(Paul Klee)

Die Besonderheit und Andersartigkeit künstlerischer Wahrnehmung, künstlerischen Denkens und Gestaltens will entdeckt und erlebt werden. Ziel ist es, aus der Intensität der Auseinandersetzung eine Lust an der Sache zu erzeugen und zu der Vorstellung einer Arbeit gelangen zu können, die ihren Wert in sich selbst besitzt.

Unterschiedliche Wege finden, sensibilisieren, Interesse und Entdeckerfreudewecken; jedem  Schüler und jeder Schülerin  die individuelle Möglichkeit geben, kreativ zu sein und dabei Spaß zu haben, sich auszuprobieren, zu finden, zu artikulieren, zu produzieren – eben sichtbar zu machen -  und auch Fehler zu machen - das sind Ziele des Kunstunterrichts.

„Der glückliche Zufall – die Entdeckung von etwas, was man nicht zu entdecken beabsichtigte – ist häufig das Ergebnis eines Fehlers. Kolumbus wollte einen Seeweg nach Indien finden, er glaubte er könne Indien mit dem Schiff erreichen, weil er einen Fehler beging: Er unterschätzte den Erddurchmesser erheblich. Andere wussten es besser und kritisierten seinen Plan als töricht. Sie hatten recht.“

(G. Gigerenzer: Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft; München 2013; S. 67)

Das Fach Bildende Kunst stellt sich vor - II

Die Viktoriaschule ist nach ihrem Selbstverständnis, ihrer Tradition und Reputation eine Schule, an der das Fach Kunst hohen Stellenwert genießt. 

Die Mittelstufenschülerinnen und -schüler haben die Möglichkeit, zusätzlich zu ihrem regulären Kunstunterricht einen Kurs des Wahlunterrichts aus dem Bereich Kunst zu belegen. Die Angebote des Wahlunterrichts werden von der Schülerschaft gerne angenommen. Das breite Angebot reicht von Acrylmalerei über den Bau von „Nanas“ bis zum Herstellen von Trickfilmen. Dieser sich nach den Interessen der Schülerinnen und Schüler ausrichtende Wahlunterricht findet in kleinen Lerngruppen statt und eröffnet ihnen verstärkt die Möglichkeit der vertieften Auseinandersetzung mit dem ästhetischen Gegenstand und im kreativen Schaffensprozess die Erfahrung des konzentrierten, entschleunigten Lernens.

Museums- und Ausstellungsbesuche 

Neben dem überdurchschnittlichen Angebot im Fach Kunst finden im Rahmen des regulären Kunstunterrichts zahlreiche Aktivitäten statt, die die Erweiterung des Lernortes Schule und der Kunsterfahrung zum Ziel haben. So sind Atelier-, Museums- und Ausstellungsbesuche, wie z.B. Exkursionen zu aktuellen Darmstädter Ausstellungen oder zu großen internationalen Kunstschauen wie der documenta in Kassel, fest im Kunstunterricht verankert.

Kooperationen

Zu den Aktivitäten, die die ästhetisch-praktische und kulturelle Erfahrung der Schüler erweitern, zählen auch Projekte mit Institutionen. So haben Schülerinnen und Schüler der Viktoriaschule in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Darmstadt mit großem Erfolg die bildnerische Ausgestaltung von Konzerten zum Thema „Jahreszeiten“, „Hollywood“ und „Maschinenmenschen“ vorgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt konnten die Schülerinnen und Schüler eine größere Werkschau der Öffentlichkeit in den dortigen Räumen präsentieren.

Neben der institutionellen wird auch die Zusammenarbeit mit einzelnen Künstlern angestrebt, also der Versuch unternommen, die Kunst „hautnah“ in die Schule zu holen. Hier sei die Zusammenarbeit mit verschiedenen Darmstädter Künstlern genannt, die Foto- und Malprojekte zusammen mit der Lehrkraft im unterrichtlichen Zusammenhang durchführten und zudem Einblicke in ihre Existenz als Künstler gewährten.

Neue Medien

Neben den klassischen Sparten der Kunst gilt die Aufmerksamkeit auch den Neuen Medien. Die technische Ausrüstung, auf die die Mitglieder der Fachschaft bei ihrer Unterrichtsgestaltung zurückgreifen können, konnte im Schuljahr 2012/13 mit Hilfe des Fördervereins so modernisiert werden, dass auch hohe Ansprüche erfüllt werden können.

Zielsetzung

Welches Mediums sich auch immer der Wille der Schülerinnen und Schüler zur künstlerischen Gestaltung bedient, es gilt die Ausbildung der Wahrnehmungs- und Gestaltungsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zu erweitern, ihre ästhetische Kritik- und Genussfähigkeit zu schulen und ihren kulturellen und gesellschaftlichen Erfahrungshorizont zu erweitern sowie die Entwicklung ihrer Ich-Stärke über das Mittel der Kunst zu festigen.

Unterrichtsangebot im Fach Kunst

Stundenanzahl

Sekundarstufe I

Kunstunterricht erhalten die Jahrgangsstufen 5, 6 und 8 je 2 Stunden, in der Jahrgangsstufe 7 halbjährlich entweder 2 Stunden Kunst oder Musik. Während der Jahrgangsstufe 9 findet kein Regelunterricht Kunst statt.

Sekundarstufe II

Die Schüler und Schülerinnen treten ab der 10. Jahrgangsstufe in die gymnasiale Oberstufe ein. Sie müssen sich dann zwischen Kunst- oder Musikunterricht entscheiden. In der Qualifikationsphase können sie einen Grund- oder Leistungskurs Kunst wählen.

Stundentafel:

Klasse

5

6

7

8

9

E1/2

Q1/2

Q3/4

Wochenstunden

2

2

2

2

-

3

3/5*

3/5*

*) Leistungskurs


 

Medien im Kunstunterricht

Weiterführende Links

Hervorragende Website zur Kunstpädagogik und Kunstvermittlung im Kunstunterricht: http://www.kusem.de

Medienseite des Bundes Deutscher Kunsterzieher: http://www.medien.bdk-online.info

Bildarchiv Mittelalterarchitektur: http://www.gotik-romanik.de

Online-Datenbank der Sammlungen Preußischer Kulturbesitz: http://www.smb-digital.de

Kunstkalender

Der Viko-Kunstkalender ist ein alljährliches Projekt im Fachbereich Kunst. Infos dazu unter: Viko aktiv / Projekte & Aktionen / Kunstkalender

Aktuelle Termine

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Mi 22.05.2019 - Do 23.05.2019
SCHULFREI (aufgrund des mündlichen Abiturs)

Mi 22.05.2019 - Di 28.05.2019
Besuch von Austauschschule Bourg-la-Reine

Mi 22.05.2019 - Mi 29.05.2019
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Fr 31.05.2019
unterrichtsfrei

Mo 10.06.2019
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