Skulptur auf den Schulhof der Viktoriaschule
Turmuhr im Schulhof der Viko
Schulhof im Winter

Erdkunde (Geographie) der Viktoriaschule Darmstadt stellt sich vor

Die Geographie ist ein Fach, was sehr nah am Alltagsleben der Schüler orientiert ist und im Zusammenhang mit dem Prozess der Globalisierung und Klimawandel eine immer wichtigere Rolle spielt. Die Schüler müssen den Planeten kennen, auf dem sie wohnen und der immer mehr zusammenwächst, wo Distanzen schwinden und Kulturen sich immer mehr begegnen und vermischen. Schüler dürfen nicht nur das „Gespenst“ des Klimawandels als Begriff kennen, sondern müssen das System und dessen Auswirkungen für den Planten verstehen und ihre Rolle darin. Die Geographie hat das Ziel, folgende Kompetenzen bei den Schülern aufzubauen und damit einen verantwortungsvollen Umgang mit der Welt anzubahnen. (nach Köck) Dies wird auch als "erdgerechtes Verhalten" bezeichnet, d. h. das Verhalten von Individuen und Gemeinschaften ist natur- uns sozialraumgesetzlich verträglich und begründet.

1) Die Räumliche Orientierungskompetenz

Diese Einstiegsqualifikation ist notwendig, um sich überhaupt auf der Erde zurecht zu finden. Die Schüler lernen ihren Heimatraum, ihr Heimatland, aber auch andere Länder, Kontinente und deren topographischen Besonderheiten kennen.

2) Die Kompetenz eines strukturgeleiteten Raumverhaltens

Die innere und äußere räumliche Ordnung ist nicht regellos, sondern richten sich auch nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Es ist wichtig diese Gesetzmäßigkeiten zu kennen sowohl zwischen den vielen Einzeldingen als auch zwischen den jeweiligen Einzeldingen und dem übergeordneten Ganzen.

3) Die Kompetenz  des geoökologischen bzw. geosystemischen Denkens und Handelns

Dinge, die in, auf und über der Erde sind, wirken ein- oder mehrseitig aufeinander ein und bilden Geosysteme (Wechselwirkungsgesamtheiten).

4) Die Kompetenz des prozessorientierten Raumverhaltens

Nichts auf der Erde ist statisch, alles ist im Fluss und in ständiger Veränderung. Teils kann man es als Mensch beeinflussen, teils nicht.

5) Die Kompetenz in globalen Kategorien zu denken und zu handeln

Diese Kompetenz befähigt die Schüler global zu denken und lokal zu handeln, wie man es heute vielfach hört. Hier lernen Schüler markante, exemplarische Beispiele wie einen Vulkan, ein Hochgebirge oder eine Großstadt mit all seinen geographischen Erkenntnissen und Raumverhaltensmustern kennen und können die Ergebnisse dann auf nicht behandelte Fälle, unter Berücksichtigung jeweiliger lokaler und regionaler Besonderheiten, übertragen.

6) Die Kompetenz Problemvermeidungs- und Problemlösungsfähigkeiten zu entwickeln

Durch diese Kompetenz sollen die Schüler dazu befähigt werden, erdräumliche Probleme zu erkennen, zu lösen und zu vermeiden.

7) Die Kompetenz ein ethisches Raumverhalten zu zeigen

Die Aufgabe in diesem Bereich ist es, nicht nur das Wissen und Können zu besitzen, um sich erdgerecht zu verhalten, sondern auch das Wollen und die Bereitschaft zu erdgerechtem Verhalten zu entwickeln. Denn was nützt es dem tropischen Regenwald, wenn man weiß, dass man kein Tropenholz kaufen sollte, aber aufgrund der Annehmlichkeit und des Ansehens doch nicht darauf verzichtet.

Dieses ethische Raumverhalten strebt einen im Interesse gegenwärtiger wie zukünftiger Generationen verantwortungsbewußten und pfleglichen Umgang mit den naturräumlichen Lebensbedingungen und dadurch die Bewahrung des Lebensraums Erde an.“ (Köck S.179) Das zusammen schaffte es,  bei den Schülern ein „Erdgerechtes Verhalten“ zu entwickeln und damit die Raumverhaltenskompetenz in allen Punkten zu entwickeln.  Der Geographiedidaktiker Gisbert Rinschede (Geographiedidaktik 2007) fast das Ziel der Geographie so zusammen: „Eng mit dem Leitbild „Bewahrung der Erde“ bzw. diesem Leitbild übergeordnet lässt sich das Leitbild „Überleben der Menschheit“ (…) als Hauptziel der Erziehung bezeichnen.“ (ebenda S.21)

Stand: November 2020

Konzeption des Faches Erdkunde aufgrund der Umstellung auf den Bildungsgang G9

An der Viktoriaschule Darmstadt wird das Fach Erdkunde (Geographie) aufgrund des Kontingentstundenplans G9 ab dem Schuljahr 2016 / 2017 in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 epochal jeweils zweistündig unterrichtet. Die inhaltlichen Vermittlungsschwerpunkte durch das schulintern entwickelte Fachcurriculum (entwickelt auf der Grundalge des Kerncurriculum Erdkunde - Sekundarstufe I- Gymnasium, Hessen) liegen dabei wie folgt:

Jahrgangsstufe 5

- Erde im Überblick

- Orientierung im Raum

- Grundzüge des Gradnetzes

- Kartenarbeit

- Topografie Deutschlands

- Fakultativ: Erkundung des Nahraums ( Landwirtschaftlicher Betrieb, Heimatgebiet)

Jahrgangsstufe 6

- Topografie Europas

- Klimazonen in Europa (Klimadiagramme)

- Großräume Europas: z.B. Nord- und Ostsee, Alpen, Nordeuropa, Südeuropa

- Fakultativ: Menschen der Nachbarländer -Kinder der Welt, Umweltprobleme und Schutzmaßnahmen im Heimatraum

 Jahrgangsstufe 7

- Planet Erde - Wechselwirkung der Geofaktoren

- das Relief der Erde: Endogene und Exogene Prozesse, Auswirkung von Eingriffen in den Naturhaushalt

- raumanalytische Präsentationen als Ergebnis einer Teamarbeit

Jahrgangsstufe 8

- das Gradnetz

- Auswirkungen der Bewegung der Erde ( Jahreszeiten, Polartag, Polarnacht, Zenit)

- Klima- und Vegetationszonen

- Erarbeitung von unterschiedlichen Raumproblematiken auf der Welt / in verschiedenen Ländern  ( Methodenschwerpunkt Präsentationen)

Jahrgangsstufe 9

- Klimawandel

- Landwirtschaft/Wasserhaushalt

- Rohstoffe (Erdöl / Erdgas)

Jahrgangsstufe 10

- Entwicklungsstand verschiedener Staaten der Erde: Industrieländer vs. Schwellenländer vs. Entwicklungsländer

( Bevölkerungsverteilung/Bevölkerungsentwicklung/Migration, Stadtgeographie)

- Rhein-Main-Gebiet, ein europäisches Wirtschaftszentrum

Text: C. Thrum, Stand September 2017

Aktuelle Termine

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Artikel im "Darmstädter Echo":

Echo-Schulweg.pdf; 63135 B=63.1 kB=61.7 KiB