Biologie an der Viktoriaschule

Biologie wird in den Jahrgangsstufen 5,7,9 und Einführungsphase (E-Phase) mit zwei Wochenstunden als Pflichtfach unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 6 erfolgt der Unterricht epochal zweistündig. In der Qualifikationsphase können die Schülerinnen und Schüler wählen, ob sie Biologie als Grundkurs (drei  Wochenstunden) oder als Leistungskurs (fünf Wochenstunden) belegen. In den letzten Jahren haben sich jeweils so viele Schülerinnen und Schüler für das Leistungsfach Biologie entschieden, dass regelmäßig zwei Leistungskurse pro Jahrgang angeboten werden konnten.

Mit Einführung von G9 mit dem Schuljahr 2016/17 wird das Fach Biologie in der Jahrgangsstufe 6 durchgängig zweistündig unterrichtet. Allen anderen oben genannten Informationen blieben unverändert.

In den Jahrgangsstufen 5 bis 7, 9 und der Einführungsphase wird nach Lehrplan und Stundentafel des Kultusministeriums unterrichtet (Link siehe unten), wobei zur Zeit vermehrt schuleigene, kompetenzorientierte Unterrichtssequenzen erarbeitet und evaluiert werden. In der Qualifikationsphase dienen die Handreichungen zum Abitur als thematische Unterrichtsgrundlage.

Beispiel für die Jahrgangsstufen 5 und 6

Die Schülerinnen und Schüler lernen Biologie als erste der drei unterrichteten Naturwissenschaften kennen. Mithilfe der schon bestehenden Erfahrungen aus dem Sachkundeunterricht der Grundschule wird den Lernenden das Arbeitsfeld der Biologie nähergebracht. Neben dem Thema Säugetiere, das an die Alltagserfahrungen der Kinder anknüpft, steht vor allem der Mensch im Vordergrund. In der Jahrgangsstufe 6 werden die Anpassung verschiedener Wirbeltiere an ihren Lebensraum sowie die Sexualität des Menschen behandelt.

Im Sinne eines Spiralcurriculums werden schon zu Beginn die Basiskonzepte der Biologie - wie z.B. Struktur und Funktion – thematisiert und immer wieder aufgegriffen, um den Schülerinnen und Schülern schon in jungen Jahren eine Orientierungshilfe in der Themenfülle der Biologie zu bieten. Als Mittel zur Informationsbeschaffung wird hier auch das Internet genutzt und erste Kriterien für die korrekte Verwendung des Internets als Rechercheinstrument erarbeitet.

Durch die methodisch vielfältige Unterrichtsführung - zu der Schülerexperimente, Stationenlernen, aber auch Exkursionen ins Vivarium Darmstadt bzw. andere Zoos, ins Bioversum Kranichstein oder ins Lernlabor der TU Darmstadt gehören - gestaltet sich das Fach Biologie vielschichtig und bildet so eine gute Basis für das kommende naturwissenschaftliche Arbeiten.

In der Jahrgangsstufe 5 wird zusätzlich die AG Naturphänomene in Form von Wahlunterricht angeboten, wobei nur mit halber Klassenstärke gearbeitet wird.

Beispiel für die Jahrgangsstufen 7, 9 und Oberstufe

In der Jahrgangsstufe 7 findet eine Einführung in die Mikroskopie statt. Im Rahmen der Themen Ökosysteme, Wald oder Gewässer werden Exkursionen durchgeführt.

In der Jahrgangsstufe 9 steht das Thema Mensch im Vordergrund. Hierzu kann ergänzend zu Klasse 6 ein Besuch bei pro familia angeboten werden. Die AIDS-Aufklärung und das Gesundheitsamt bieten weitere Informationsmöglichkeiten.

In der E-Phase wird das Mikroskopieren vertieft. Das praktische Arbeiten gelten der Erarbeitung des Hauptthemas Die Zelle.

In der Qualifikationsphase (Q1 und Q2)  werden die Themen Genetik und Ökologie und Stoffwechselphysiologie behandelt. Für die Leistungskurse findet eine Exkursion in das Explo Schülerlabor in Heidelberg bzw. das Lernlabor der TU Darmstadt statt, um die im Bereich Gentechnik erworbenen Grundlagen zu vertiefen. Hauptinhalte der Q3 und Q4 sind die Themen Verhaltensbiologie  und Evolution.

Link zum Lehrplan: https://verwaltung.hessen.de/irj/HKM_Internet?cid=ac9f301df54d1fbfab83dd3a6449af60

Link zu den Handreichungen für das LA 2017: https://kultusministerium.hessen.de/sites/default/files/media/la17-biologie-handreichungen.pdf

Unser Schulaquarium

Das Becken ist als sog. „Holländisches Aquarium“ eingerichtet. Das bedeutet, dass eine starke Bepflanzung vorherrscht. Die Pflanzen sollen genug Sauerstoff produzieren und Salze (z.B. Phosphate und Nitrate) verbrauchen. Außerdem bieten sie den Fischen Rückzugsgebiete und Schutz. Überschüssiges Pflanzenmaterial wird regelmäßig entfernt. Die zahlreichen Wasserpestpflanzen werden für den Unterricht genutzt. Es findet keine Filterung statt. Die Pumpe dient nur dazu, das Wasser im Becken in Bewegung zu halten und damit eine Schichtenbildung zu verhindern.

Wir versuchen mit dem Aquarium, den natürlichen Stoffkreislauf zwischen Produzenten (Pflanzen und Algen), Konsumenten (Fischen und anderen Tieren) und Reduzenten (Pilzen und Bakterien) nachzuahmen. Da aber regelmäßig organisches Material in Form von Futter von außen zugeführt wird, kann dies nicht hundertprozentig erreicht werden.

Unsere Fische

In einem „Gesellschaftsaquarium“, zu diesem Typ gehört das Aquarium, werden mehrere der folgend genannten Fischarten gehalten, die in ihrer natürlichen Umgebung so nicht zusammenleben würden. Welse, sie sind relativ scheu und halten sich oft am Boden auf. Ihr Körper ist auf der Unterseite abgeflacht, sodass sie gut an Steinen oder der Aquariumscheibe hängen können. Sie suchen ihr Futter am Boden oder nagen Scheiben, Pflanzen und andere Gegenstände ab. Sie helfen somit, das Becken und die Scheiben sauber zu halten. Platys, dies sind lebhafte Fische, die sich ohne Scheu in allen Wasserschichten aufhalten. Sie sind lebendgebärend und betreiben keine Brutpflege. Die Jungen müssen sich von der Geburt an sofort selbst versorgen. In den ersten Lebenstagen müssen sie vor allem darauf achten, dass sie von den Elterntieren nicht für Lebendfutter gehalten werden. In unserem Becken sind jetzt schon viele kleine rotschwarze Platys, die hier in den letzten Wochen geboren wurden. Black Mollys sind nahe Verwandte der Platys, also ebenfalls lebendgebärend und bei Aquarienneulingen sehr beliebt. Da auch sie sich im Aquarium gut und leicht vermehren, kann man sie auch oft geschenkt bekommen. Durch ihr lebhaftes Verhalten, ihr geschlossen schwarzes Schuppenkleid und ihre Vermehrung zeigen sie, dass sie sich bei uns wohl fühlen. Die zahlreichen Turmdeckelschnecken sind mit den Pflanzen eingeschleppt worden. Sie oder ihr Laich hängen an den Blättern. Die Schnecken vermehren sich im Becken gut und man muss sich nicht um sie kümmern. Turmdeckelschnecken sind vor allem nachts aktiv. Sie durchwühlen den Bodengrund und durchsuchen das ganze Becken nach Fressbarem. So helfen auch sie, das Becken sauber zu halten.

Vivarium - Rallye (Jahrgangsstufe 5)

Im 5. Schuljahr besteht im Rahmen des Biologieunterrichtes die interessante Möglichkeit, dass die Klassen an einem Vormittag einen Ausflug in das Vivarium Darmstadt machen.

Bei einer eigens konzipierten Rallye beantworten die Schüler und Schülerinnen mit Hilfe ihres Vorwissens aus dem Biologieunterricht und mit Hilfe der Informationstafeln an den Gehegen Fragen. Außerdem sind sechs spannende „Experimentier-Stationen“ Bestandteil der Rallye. An diesen führen die Schüler und Schülerinnen mit den vorbereiteten Materialboxen kleine Experimente durch oder arbeiten mit Bildern und Modellen. Die Materialboxen sind an die Gehege verteilt, zu denen sie thematisch gehören. Durch einfache Experimente können in Eigenaktivität beispielsweise bestimmte Sinne der Tiere (Gehörsinn, Geruchsinn), aber auch Lebensräume der Tiere besser kennen gelernt werden. Auch die Funktionsweise eines Flamingoschnabels kann zum Beispiel ausprobiert werden. Die Schüler und Schülerinnen können auf diese Weise nicht nur Tiere beobachten, sondern auch praktische Erfahrungen beim Experimentieren sammeln.

Die Schüler und Schülerinnen bewegen sich dabei in Kleingruppen durch das Vivarium, sodass jede Gruppe in ihrem individuellen Arbeitstempo arbeiten kann. So lernen sich die Kinder auch außerhalb der Schule besser kennen. Die Teamfähigkeit und die Zusammenarbeit in Kleingruppen werden gestärkt, was ein wichtiges Unterrichtziel ist. Dadurch, dass die Rallye Inhalte des Unterrichts sowie Vorerfahrungen der Schüler und Schülerinnen aufgreift und diese in Bezug mit lebendigen Tieren setzt, soll der Zusammenhang zwischen schulischen Inhalten und dem Alltag für die Schüler und Schülerinnen erkennbar werden. Außerdem kann die Rallye durch den Kontakt mit Tieren die Motivation und das Interesse der Lernenden an Naturwissenschaften und dem Fach Biologie erhöhen.

Diese Exkursion leistet einen wichtigen Beitrag zum Kennenlernen und Nutzen außerschulischer Lernorte und bezieht sich somit auf das Schulprogamm der Viktoriaschule. Der Eintritt ist frei und das Vivarium kann von der Schule aus bequem zu Fuß erreicht werden.

AG Naturphänomene (Jahrgangsstufe 5)

Bereits während der Grundschulzeit stehen im Rahmen des Sachunterrichts erste naturwissenschaftliche Phänomene und deren Erklärungen im Zentrum des Unterrichts. Erfahrungsgemäß wenden sich die Schülerinnen und Schüler diesen Themen insbesondere dann mit Begeisterung zu, wenn ihnen die Möglichkeit gegeben wird, selbst experimentell tätig zu werden.

Um eben dieses Interesse der Schülerinnen und Schüler an den Naturwissenschaften frühzeitig (weiter) zu fördern, wird an der Viktoriaschule in der Jahrgangsstufe 5 die AG Naturphänomene angeboten. Der Unterricht erfolgt mit der halben Schulklasse, um eine intensive Betreuung beim Experimentieren zu gewährleisten.

Ein Halbjahr lang haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in Kleingruppen Alltagsphänomenen auf die Spur zu kommen. Hierfür wurde eine Forscherwerkstatt eingerichtet: Lehrer des Fachbereichs III haben Materialboxen mit einfachen Experimenten aus den Bereichen Biologie, Chemie und Physik zusammengestellt. So können die Schülerinnen und Schüler unter Betreuung einer Fachlehrkraft nach individuellem Interesse eigenständig Naturphänomene erforschen.

Neben dem Schwerpunkt des Experimentierens sollen die Schülerinnen ihre Beobachtungen und Erkenntnisse auch protokollieren und auch  den anderen Mitgliedern der AG vorstellen. So können die „kleinen Forscher“ an vielfältige wissenschaftliche Arbeitsmethoden herangeführt werden.

Aktuelle Termine

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Mo 21.01.2019 - Di 22.01.2019
Zeugniskonferenzen, der Nachmittagsunterricht entfällt

Sa 26.01.2019
Tag der offenen Tür

Beginn 8:30

Fr 01.02.2019
Zeugnisausgabe

Mi 06.02.2019
Elterninformationsabend Französisch als 1. Fremdsprache/Musik-Klasse

Beginn 19.30, Raum 303

Fr 15.02.2019
Elternsprechtag

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