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Neben der Sucht- und Gewaltprävention im engeren Sinn befasst sich die schulische Prävention zum Beispiel mit Fragen, wie man gesund leben kann, seine Persönlichkeit entwickelt und Kompetenzen erwirbt, die sich auf die Lebensführung beziehen. Die Viktoriaschule hat im Rahmen dieser Zielsetzungen präventive Elemente in der Mittelstufe etabliert. Dazu gehören etwa Unterrichtsreihen im Fach „Politik und Wirtschaft“ zur Suchtprävention, Klassenfahrten mit erlebnispädagogischen Schwerpunkten in der Jahrgangsstufe 7 und ein Projekttag zu den Themen „Kommunikation und Kooperation“ in der Jahrgangsstufe 8. Ergänzt werden diese Elemente durch verschiedene Aktivitäten, zu denen erlebnispädagogische Exkursionen (z.B. in Klettergärten) zählen. In der Fachschaft Sport gibt es eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen, die über die erforderlichen Qualifikationen für das Sportklettern am Toprope verfügen. Dank dieser Befähigungen können wir Exkursionen mit Klassen oder Kursen in Kletterhallen durchführen. Erlebnispädagogische Elemente in der PräventionarbeitBedingt durch den Wandel der Gesellschaft und die sich daraus ergebenden neuen Anforderungen und Gewohnheiten haben sich die Formen des Erlebens unserer Schülerinnen und Schüler sehr verändert. Man könnte sogar von einer Erlebnisferne sprechen, weil viele Aktivitäten nur noch in virtuellen Welten, in Scheinwelten also stattfinden. Die Absicht der Erlebnispädagogik ist es deshalb, mit den Kindern und Jugendlichen reale Situationen zu erzeugen, sie möglichst unter Einsatz aller Sinne erfahrbar zu machen und sie durch gemeinschaftliches, aufeinander abgestimmtes Handeln die gestellten Aufgaben lösen zu lassen. Dadurch eröffnen sich ihnen Chancen, personale und soziale Kompetenzen in erlebter Anspannung und deren Überwindung zu entwickeln und zu stärken. Zu den wesentlichen Zielen der Präventionsarbeit mit erlebnispädagogischen Elementen zählen - die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit,
- die Verbesserung der Kooperationsfähigkeit,
- die Entwicklung beziehungsweise Stärkung des Selbstvertrauens und
- die Stärkung des Klassenzusammenhalts.
Klassenfahrten mit erlebnispädagogischen SchwerpunktenDie geltende Fahrtenkonzeption der Schule sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 eine Klassenfahrt durchführen. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer sollen entsprechend der aktuellen Konzeption jedoch vermehrt Wert auf die Einbindung erlebnispädagogischer Elemente bei dieser Unternehmung legen. Vielfältige erlebnispädagogische Angebote werden zum Beispiel von den Jugendherbergen gemacht. In der Regel können modulartig die für die Lerngruppe am besten geeigneten Programmpunkte ausgewählt werden. Es gibt eine große Anzahl von Kooperationsmöglichkeiten mit professionellen Anbietern, die einzelne Tage oder sogar eine ganze Woche mit der Klasse gestalten. Unsere bisherigen Erfahrungen mit solchen Unternehmungen sind durchweg positiv. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte und Eltern berichten von spannenden und einprägsamen Erlebnissen. Projekttag mit den Inhalten Kommunikation, Kooperation und Teamfähigkeit in der MittelstufeWährend eines Projekttages stehen die Themen Kommunikation, Kooperation, Entwicklung von Vertrauen zu sich selbst und in die Gruppe im Vordergrund. Um diese Kompetenzen bei den Schülern auszubilden beziehungsweise zu stärken und das Gefühl zu intensivieren, eine Klassengemeinschaft zu sein, werden den Schülerinnen und Schülern verschiedene erlebnispädagogische Aufgaben gestellt. Bei diesen Unternehmungen können sie sich besser kennenlernen und schneller eine Gruppenidentität ausbilden. Dies erscheint vor allem zu Beginn des Schuljahres sinnvoll, da es erfahrungsgemäß Veränderungen in der Zusammensetzung der Klassen durch Zu- und Abgänge gegeben hat. Den Projekttag zu den Themen Kommunikation und Kooperation halten wir deshalb für besonders wichtig, weil hier außerhalb des normalen Unterrichts durch andersartige Aufgabenstellungen und Übungen Erlebnisbereiche und damit auch neue Erfahrungen eröffnet werden, die im gewohnten schulischen Umfeld in dieser Form sonst nicht möglich sind. Der Einsatz externer Experten, zum Beispiel ausgebildeter Sozialpädagogen, und damit anderer Personen als den bekannten Lehrerinnen und Lehrern, soll die Offenheit und Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler fördern, sich unbekannten Aufgaben zu stellen. Jan Bill
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